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Kinderzahnheilkunde

Informationen über die Zahngesundheit der Kleinen ist für Eltern ganz besonders wichtig.

Der Erste Zahn

Die ersten Milchzähne kommen meist im Alter von 6 Monaten, zunächst in der Front. Danach kommen die weiteren Zähne meist in der Reihenfolge von vorn nach hinten, bis zum 30. Lebensmonat.


Bitte erschrecken Sie nicht, wenn Ihr Kind mit 6 Monaten noch keinen Zahn hat. Der Zeitraum des Zahndurchbruches weist eine große Schwankungsbreite auf. Manchmal kommen die ersten Zähne auch erst mit 9 Monaten, oder sogar noch später.

Die ersten Zähne sind da.

Jetzt sollten Sie auch mit der Pflege, der Reinigung dieser Zähne beginnen. Dazu gibt es entsprechend kleine und weiche Zahnbürsten. Bitte machen Sie das täglich. So wird sich Ihr Kind daran gewöhnen, dass die Pflege der Zähne etwas völlig normales ist, was einfach zum täglichen Leben gehört.

Zahnpflege

Die regelmäßige Zahnpflege ist bei Kindern genau so wichtig, wie bei uns Erwachsenen. 
Insbesondere abends, nach der letzten Mahlzeit, sollten die Zähne sauber geputzt werden. Das sollte in der Familie zu einem festen Ritual werden. 
Zähne sauber zu putzen ist ein schwieriges Unterfangen. Bitte lassen Sie Ihre kleinen Kinder mit dieser großen Aufgabe nicht allein. Einmal am Tag, am besten natürlich abends, sollten die Zähne von einem Elternteil geputzt werden.

Setzen Sie sich Ihr Kind dazu auf den Schoß oder auf einen Oberschenkel und legen Sie einen Arm um den Oberkörper. Die Hand legen Sie liebevoll um den Unterkiefer und schon kann es losgehen. So können Sie sehr gut in den Mund schauen und Ihre Bewegungen kontrollieren. Eine elektrische Zahnbürste ist hier sicherlich hilfreich. Wenn das Kind alt genug ist, wird es selbst auf einer Fußbank vor dem Waschbecken stehen und Sie können sich dahinter stellen und so wie oben beschrieben verfahren. Bitte denken Sie auch daran, besonders bei eng stehenden Milchzähnen, die Zwischenräume regelmäßig mit Zahnseide zu reinigen.

Das mag vielleicht alles ganz lustig klingen, ist uns aber bitterer Ernst. Wir haben selbst 3 Kinder, wissen also ein bisschen wovon wir reden und sind bei ihnen so, wie beschrieben, verfahren. Unser Jüngster, mittlerweile wird er fast 10, besteht in Abständen immer noch darauf, die Zähne geputzt zu bekommen.)

Sicher soll man seinen Kindern die Verantwortung für die Mundhygiene nicht ganz und gar abnehmen, man darf sie aber im jungen Alter auf keinen Fall mit dem Problem allein lassen.

Der erste Zahnarztbesuch

Gern begrüßen wir unsere kleinen Patienten in unserer Praxis bevor das erste Problem aufgetreten ist. So können sie sich an den Zahnarztbesuch gewöhnen und ihn als etwas völlig normales empfinden.


Bei Ihrem ersten Besuch werden wir uns Ihr Kind anschauen, den eventuellen Behandlungsbedarf und die Behandlungsbereitschaft einschätzen.

Auf keinen Fall wird an diesem Tag irgendeine Behandlung stattfinden.

Umgang mit Angst

Vereinbaren Sie Termine bitte möglichst zu Tageszeiten, zu denen Ihr Kind normalerweise „gut drauf“ ist. Bitte gestalten Sie den Tag des Besuches ohne große Belastungen für das Kind.

Erzählen Sie bitte keine „Horrorgeschichten“ über Zahnbehandlungen und drohen Sie nicht mit einem „Zahnarztbesuch". Nur zu einem positiv dargestellten Zahnarzt gewinnt Ihr Kind Vertrauen.

Vermeiden Sie bitte Verneinungen, wenn Sie von der Behandlung sprechen. Sätze wie z.B.: „Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben, der Zahnarzt tut Dir überhaupt nicht weh; und Du brauchst Dir die Spritze nicht anzuschauen“, aktivieren bei Ihrem Kind die Vorstellung von ANGST- WEH- SPRITZE!

Benutzen Sie statt dessen positive Formulierungen, wie z.B.
Der Zahnarzt hilft Dir, dass Deine Zähne wieder ganz gesund werden, dass sie schön aussehen und gut riechen und der Zahnarzt geht ganz nett und vorsichtig mit Dir um.

Versprechen Sie bitte keine Belohnungsgeschenke! Gerade Dinge, die sich Ihr Kind sehr wünscht, setzen es bei der Behandlung zu stark unter Druck und erschweren dadurch für uns die Zusammenarbeit. Wir sorgen von unserer Seite immer für eine angemessene kleine Belohnung nach einer Zahnbehandlung.

Schimpfen Sie bitte nicht vor, während oder nach einer Behandlung mit Ihrem Kind. Loben Sie es statt dessen, aber nur für das, was es auch wirklich gut gemacht hat; selbst wenn es nur eine winzige Kleinigkeit in einer ansonsten noch nicht so erfolgreichen Behandlungssitzung gewesen sein sollte.

Im Allgemeinen ist es für uns leichter Ihr Kind allein zu behandeln. Nur so bekommen wir die uneingeschränkte Aufmerksamkeit ihres Kindes. Sollte das nicht möglich sein, ist uns selbstverständlich auch Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Bitte sprechen Sie aber während der Behandlung Ihr Kind nicht an. Sie erleichtern ihm die Orientierung, wenn Sie nur uns mit Ihrem Kind reden lassen.

Haben Sie Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen erstrecken sollte.

©Susanne Fiedler